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Geschichtliches

Kurzer geschichtlicher Abriss über die Entwicklung des Verfahrens Lückenindikationen in Deutschuland, der EU und auf OECD-Ebene

 

1968

  • Einführung der obligatorischen Zulassung von Pflanzenschutzmitteln im Pflanzenschutzgesetz.

1974

  • Aufnahme der Tätigkeit einer speziellen Arbeitsgruppe zur Bearbeitung von Lückenproblemen in der BBA und Einführung eines  „Verfahrens zur Prüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Fällen der Lückenindikation“

1983

  • Begründung eines offiziellen Verfahrens Lückenindikationen zwischen der BBA und dem BGA und Veröffentlichung des „Verfahrens zur Prüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Fällen der Lückenindikation“.

1991

  • Inkrafttreten der Richtlinie 91/414/EWG.

 

  • Gründung der AG Lückenindikationen beim BML, bestehend aus: Berufsstand, Industrie, BBA, UBA, BGA, BMU.

 

  • Benennung von Beauftragten für Lückenindikationen bei Bund, Ländern, Verbänden, Industrie und BBA

 

  • Gründung der AG Lückenindikationen in der BBA.

27.-28.05.1993

  • Internationales Symposium zu Lückenindikationen in Berlin-Dahlem.

22.09.1993

  • Gründung des Länderarbeitskreises Lückenindikationen (AK-LÜCK) mit Unterarbeitskreisen im Rahmen einer Amtsleitertagung in Braunschweig als Bindeglied zwischen Berufsstand, Behörden und Industrie.

November 1993

  • Erste Sitzungen der Unterarbeitskreise des AK-LÜCK, Benennung von ca. 900 Lückenindikationen und Bekämpfungslücken.

11.03.1994

  • Veröffentlichung der ca. 900 Lückenindikationen und Bekämpfungslücken im Bundsanzeiger durch die BBA.

1994

  • Entwicklung eines Konzepts des Bundes und der Länder zur „Schließung von Bekämpfungslücken“ (BML, Länder, BBA).

 

  • Bekanntmachung von 313 vorrangig zu schließenden Lücken im Bundesanzeiger.

Dezember 1996

  • Verbundvorhaben „Pflanzenschutz“ zur Schließung von ca. 200 Lücken bis spätestens 2001. (AK-LÜCK mit 16 Firmen, für 68 Pflanzenschutzmittel in 278 Anwendungsgebieten).

1. Juli 1998

  • Inkrafttreten des novellierten Pflanzenschutzgesetzes: Umsetzung der Richtlinie des Rates vom 15. Juli 1991 "Über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln" (91/414/EWG): Wechsel von der Vertriebs- zur Indikationszulassung.

Mitte 2000

  • Beginn des Funktionierens des Lückenverfahrens entsprechend § 18 PflschG.

Anfang 2001

  • Das Lückenverfahren in Deutschland ist etabliert und funktioniert gut.

1. Juli 2001

  • Wirksamwerden der Indikationszulassung.

2002

  • Einrichtung einer Steering Group Minor Uses der EU.

04.06.2002

  • Vorbereitungstreffen zur Gründung der Technical Working Group Minor Uses der EU in London.

März 2003

  • Gründung der Technical Working Group Minor Uses der EU mit je einem Vertreter aus jedem Mitgliedstaat: Beginn der koordinierten Kooperation auf dem Gebiet der Lückenindikationen in der EU.

2005

  • Gründung der Arbeitsgruppe ‘Processed Vegetables’ (initiiert als multilaterale Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Belgien und Spanien; entspricht inhaltlich teilweise dem deutschen UAK Gemüsebau auf EU-Ebene).

2006

  • Gründung der Expert Working Group Minor Uses der OEDC (EGMU) (Vorsitz: Alan Norden, Australien) im Rahmen der ‚Working Group on Pesticides’.

24.-26.10.2006

  • EPPO-Workshop Minor Uses in Berlin-Dahlem.

Juni 2007

  • Gründung der EU Commodity Expert Group 'Tobacco'

03.-07.12.2007

  • 1. Global Minor Use Summit (GMUS) in Rom unter der Schirmherrschaft der OECD, FAO und dem USA IR-4 Programm.

2008

  • Gründung der EU Commodity Expert Group 'Processed Vegetables'

Ende 2008

  • Übernahme der AK-Lück Versuche zur Wirksamkeit/Selektivität der Jahre 2000-2008 aus der Datenbank ‚DaWi‘ nach Piaf in einem IVA-finanziertem Projekt.

März 2009

  • Übernahme der restlichen ‚DaWi‘-Versuche nach Piaf durch die Firma proPlant in Kooperation mit dem JKI.

21. Oktober 2009

  • Inkrafttreten der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates „Über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln“ in der Europäischen Union. Erstmalig wurden mit Art. 51 die Rahmenbedingungen für Lückenindikationen auf EU-Ebene einheitlich geregelt und die Einrichtung eines Fonds für Lückenindikationen wurde gesetzlich verankert.

Januar 2010

  • Gründung der EU Commodity Expert Group Minor Uses 'Small- and Stone Fruits' (entspricht dem deutschen UAK Obstbau auf EU-Ebene).

März 2011

  • Beginn der Entwicklung der Europäischen Minor Use Datenbank EUMUDA in Kooperation von DLR-Rheinpfalz und JKI.

April 2011

  • Fertigstellung der Zentralen Piaf-Servers beim JKI und Beginn der Lieferung von AK-Lück-Versuchen per Email aus Piaf heraus an die Zentrale Datenbank.
  • Gründung der EU Commodity Expert Group 'Fresh Vegetables'

Juni 2011

  • Gründung der EU Commodity Expert Group 'Ornamentals'

14. Juni 2011

  • 1. Tag der Gültigkeit der neuen VO 1107/2009 mit auf EU-Ebene neuen, detaillierten und EU-weit gültigen Bestimmungen für Lückenindikationen (Artikel 51). Über die zonale Zulassung und gegenseitige Anerkennung von Zulassungen ergeben sich neue Möglichkeiten, Zulassungen für Lücken zu erwirken.

08.11.2011

  • Bestätigung der EUMUDA als EU Minor Use Datenbank durch die Teilnehmer der Sitzung der EU Technical Working Group Minor Uses in Brüssel.

20.-24.02.2012

  • 2. Global Minor Use Summit (GMUS II) in Rom unter der Schirmherrschaft der OECD, FAO und dem USA IR-4 Programm.

17.08.2012

  • Freischaltung der EUMUDA für das Editieren durch die Mitglieder der Europäischen Minor Uses Arbeitsgruppen.

27.09.2012

  • Gründung der EU Commodity Expert Group ‚Hops‘ in Hüll.

April-Mai 2013

  • Übernahme der Rückstandsversuche des AK-Lück aus der ‚DaRu‘-Datenbank in den zentralen Piaf-Server am JKI durch die Firma proPlant in Kooperation mit dem JKI.

08.05.2013

  • Beratung der Leiter der Pflanzenschutzdienste und des AK-Lück in Kassel über die Zukunft und zukünftige Strukturen auf dem Gebiet der Lückenindikationen in Deutschalnd.

14.-16. Mai 2013

  • Treffen von DLR Rheinpfalz und JKI mit der ECPA in Brüssel zur Vorstellung und Demonstrierung der EUMUDA. Vereinbarung eines Projekts zur Finanzierung einer Internetschnittstelle zwischen EUMUDA und Piaf und Einbindung von Piaf in die EUMUDA.

1. August 2013

  • Start des Modellvorhabens Lückenindikationen zwischen Bund und ZVG / DBV / JKI über 4 Jahre.

9. Januar 2013

  • Gründung der OECD Steering Group Minor Uses mit den Unterarbeitsgruppen: Global Needs and Data Sharing Database, Capacity Development und Communication.

September 2013

  • Gründung der EU Commodity Expert Group 'Seeds'

4. Oktober 2013

  • Fertigstellung der Internet-Schnittstelle für Piaf (finanziert durch die ECPA) und Einbindung in die EUMUDA.

1. Januar 2014

  • Inkrafttreten des Vertrags zum 7. Framework Program Integrated Pest Management ERANet C-IPM mit Work Package 3: Mapping and analysis of minor uses problems and possible IPM solutions.

Februar 2014

  • Die EU Kommission nimmt den Report über die Etablierung eines EU Fonds Minor Uses an.

24. März 2014

  • Beginn der Entwicklung einer ‚Global Minor Use Needs List’ durch die Unterarbeitsgruppe Global Needs and Data Sharing Database der Steering Group Minor Uses der OECD.

April-Oktober 2014

  • Beginn der Entwicklung einer ‘European Minor Use Needs List’ im Rahmen von: ERANet C-IPM: Work Package 3: Mapping and analysis of minor uses problems and possible IPM solutions. Abarbeitung Aufgabe 1: Publish a list of minor use problems (needs) without or in-sufficient (sustainable) solutions and identify where research is needed and scrutinize for problems sustainable solution can be developed in short-, mid- or long term approaches.

Juli 2014

  • Entwicklung einer Formatvorlage zur Ermittlung von vorhandenen Versuchen zu Wirksamkeit und zu Rückständen in den Mitgliedstaaten in kleinen Kulturen und Bereitstellung durch die Commodity Expert Groups zur Einspeisung in die EUMUDA (Piaf-Modul) durch JKI und die Firma proPlant.

1. August 2014

  • Gründung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Lückenindikationen (BLAG-LÜCK).

September 2014

  • Beginn der Vorbereitungen zur Einrichtung eines Europäischen Sekretariats Lückenindikationen (Coordination Facility).

15. Oktober 2014

  • Onlineschaltung des Themenportals 'Pflanzenschutz in Sonderkulturen / Lückenindikationen' des JKI.

 

  • Fertigstellung der Formatvorlage zur Entwicklung einer ‚Global Minor Use Needs List’ durch die Unterarbeitsgruppe Global Needs and Data Sharing Database der Steering Group Minor Uses der OECD.

18.-19. November 2014

  • Sitzung der Länderreferenten für Pflanzenschutz in Bonn: Beschluss zur Gründung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Lückenindikationen (BLAG-LÜCK) mit Unterarbeitsgruppen (UAG).

14. April 2015

  • Unterschrift der EU Kommission und der EPPO unter dem Vertrag zur Gründung der Coordination Facililty Minor Uses der EU

1. September 2015

  • Tätigkeitsaufnahme des Leiters der EU Coordination Facility Minor Uses Jeroen Meeussen

20.-22. September 2015

  • 1. Global Minor Use Priority Setting Workshop in Chicago, USA

1. April 2016

  • Tätigkeitsaufnahme des IT-Koordinators der EU Minor Use Coordination Facility, Nathalie Boutron.

28.-29. Oktober 2015

  • Übergabe der EUMUDA and die EUMUCF in Paris

1. November 2016

  • Tätigkeitsaufnahme des Technical Experts der EU Minor Use Coordination Facility, Flora Limache.

18. Mai 2017

  • Neustart der EUMUDA unter der Leitung der EU Minor Use Coordination Facility.

31. Juli 2017

  • Ende des Modell- und Verbundvorhabens Lückenindikationen zwischen Bund und ZVG / DBV / JKI (Laufzeit war 4 Jahre).

1. August 2017

  • Start Projektphase 2 des Verbundvorhabens Lückenindikationen zwischen Bund und ZVG / DBV

1.-3. Oktober 2017

  • 3. Global Minor Use Summit (GMUS III) in Montreal, Kanada.

4. Oktober 2017

  • 2. Global Minor Use Priority Setting Workshop in Montreal, Kanada.

31. April 2018

  • Ende des ersten Finanzierungszeitraums der EU Minor Use Coordination Facility durch die EU Kommission, Deutschland, Frankreich und Niederlande.



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