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Internationale Strukturen

Übersicht über die EU-Strukturen auf dem Gebiet der Lückenindikationen

 

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Steering Group Minor Uses der EU

 

Die Steering Group Minor Uses der EU (SG) wurde im Jahre 2002 gegründet. Sie hatte zur Aufgabe, die gemeinsamen europäischen Arbeiten auf dem Gebiet der Lückenindikationen inhaltlich vorzubereiten, zu initiieren und zu begleiten. Im Ergebnis wurden die Technical Working Groups Minor Uses North (Leitung: NL) und South (Leitung: FR) (TWG) gegründet, die ab 2003 mit Unterstützung der EU-Kommission konkrete Projekte zur Entwicklung eines europäischen Lückenverfahrens bearbeiten. Ab 2008 stellte die Kommission die Unterstützung für die TWGs ein, woraufhin sie aus eigener Kraft die Arbeiten fortsetzten.

 

EU Minor Use Coordination Faclilty

 

Die EU Minor Use Coordination Facility (EUMUCF) wurde als Lückensekretariat auf EU-Ebene mit Verpflichtung von Jeroen Meussen zum 1. September 2015 ins Leben gefufen. Die CF soll die Arbeiten der EU-Arbeitsgruppen Lückenindikationen unterstützen und als Serviceeinrichtung fungieren. Die Finanzierung erfolgt zu Beginn hälftig mit 350K € durch die EU-Kommission und 350K € durch Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Die drei Mitgliedstaaten haben sich bereiterklärt, eine Anschubfinanzierung zu leisten, damit das Projekt starten kann. In den kommenden Jahren sollen sich die anderen Mitgliedstaaten an der Finanzierung der CF beteiligen.

Die CF untersteht einer Steering Group (SG), die sich aus Vertretern der Kommission, Stakeholdern der Agri-Food-Chain und den Mitgliedstaaten zusammensetzt. Die SG überwacht und unterstützt die Arbeit der CF.

Es ist geplant, die CF mit vier Personen auszustatten: Leiter (1 Stelle), Stellvertreter (1 Stelle), IT Spezialist (1/2 Stelle), Technische(r) Angestellte(r) (1/2 Stelle).

Zu den Aufgaben der Coordination Facility gehören:

 

  • technische und inhaltliche Unterstützung der Arbeiten aller EU-Lückenarbeitsgruppen
  • Bindeglied zu lückenrelevanten europäischen und weltweiten Institutionen
  • Identifikation von Arbeitsgruppen-übergreifenden Themen und Management der Bearbeitung
  • Entwicklung von Richtlinien für die Lückenarbeit in Europa
  • Berichterstattung an die Steering Group
  • Maintenance und Weiterentwicklung der EUMUDA

 

Horizontal Expert Group Minor Uses der EU

 

Die Horizontal Expert Group Minor Uses der EU (HEG) wurde im März 2003 als Technical Working Group Minor Uses (TWG) gegründet. Sie bildet die Basis für die Ausgestaltung des Lückenverfahrens und der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Lückenindikationen in der EU. Grundsätzlich stellen alle Mitgliedstaaten der EU einen Vertreter für diese Arbeitsgruppe. Nicht alle Mitgliedstaaten nehmen diese Möglichkeit jedoch wahr.

Eine wichtige Aufgabe der HEG stellt die Harmonisierung der nationalen Lückenverfahren und die Leitung und Koordinierung der Lückenaktivitäten auf EU-Ebene dar. Die HEG ist Bindeglied zwischen den Mitgliedstaaten, der EU-Kommission und den Europaverbänden des Berufsstandes und der Industrie.

Zur Verbesserung der Möglichkeiten und der Handlungsfähigkeit der HEG wurde die European Minor Use Coordination Faclilty (EUMUCF) eingerichtet. Voraussetzung hierfür ist die in VO 1107/2009 Art. 51 (9) vorgeschlagene Einrichtung eines EU Minor Use Fonds.

 

Commodity Expert Groups Minor Uses der EU

 

Die Commodity Expert Groups (CEG) stellen die spartenbezogenen Arbeitsgruppen der EU dar. Sie sind das europäische Pendant zu den deutschen Unterarbeitsgruppen der BLAG-LÜCK. Die Commodity Expert Groups sind technisch der EU Minor Use Coordination Facility unterstellt und berichten an diese. Fachlich fungieren die Arbeitsgruppen selbständig. Sie identifizieren die nationalen Lückenprobleme, fassen sie für Europa zusammen, wichten sie und vereinbaren gemeinsame Projekte zur Erarbeitung von Grundlagen zum Schließen von Lücken. Im Rahmen ihrer Tätigkeit erstellen sie eine Übersicht, die die aktuellen (einschließlich der derzeit unlösbaren) Pflanzenschutzprobleme und die vereinbarten Projekte enthält. Diese Informationen können in der EUMUDA eingesehen werden.

Die CEGs bilden damit die fachliche Voraussetzung für die gemeinsame Bearbeitung von Indikationslücken in der EU. Als offizielles Arbeits- und Kooperationsmittel der CEGs fungiert die EUMUDA.

 

 

Übersicht über die Lücken Strukturen auf OECD-Ebene und Kooperation mit der EU

 

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Expert Group on Minor Uses der OECD

 

Die Expert Group on Minor Uses der OECD (EGMU) wurde im Jahr 2006 gegründet und ist das Pendant zur Technical Working Group Minor Uses in der EU. Sie agiert im Rahmen der 'Working Group on Pesticides'. Auch diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Schaffung von Grundlagen für eine Zusammenarbeit und der Harmonisierung der Bedingungen auf dem Gebiet der Minor Uses, jedoch auf OECD-Ebene. Die Arbeitsgruppe war bisher Initiator von zwei weltweiten Konferenzen (Global Minor Use Summits) der OECD-Staaten. Im Ergebnis wurde deutlich, dass für die Lösung der dort adressierten organisatorischen und inhaltlichen Probleme eine zentrale, aktive Koordinierung und Leitung der Aktivitäten erforderlich ist. Als Reaktion darauf wurde ein OECD Steering Committee Minor Uses gegründet.

 

Steering Committee Minor Uses der OECD

 

Die Steering Group Minor Uses der OECD wurde im Februar 2013 gegründet. Diese Arbeitsgruppe übernimmt die Koordinierung konkreter Aktivitäten zum Schließen von Lücken auf OECD-Ebene. Zur Erfüllung dieser Aufgabe wurden entsprechend der Vorgaben aus dem 2. Global Minor Use Summit von 20. bis 24. Februar 2012 in Rom weitere Arbeitsgruppen gebildet. Neben der zentralen Arbeitsgruppe wurden drei weitere fachspezifische Arbeitsgruppen eingerichtet:

 

  • Global Data Needs and Data Sharing Database
  • Capacity Development
  • Communication

 

Weitere Informationen:

 

Global Minor Use Portal

 

OECD Minor Use Seiten



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