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Lückenindikationen

Inhalt: Historisches

Kurzer geschichtlicher Abriss über die Entwicklung des Verfahrens Lückenindikationen in Deutschland, der EU und auf OECD-Ebene

01.10.2020 Barbara Edler (Österreich) übernimmt die Leitung der EU Minor Use Coordination Facility (MUCF).
21.-22.09.2020 Ende des Förderungszeitraums für das Verbundvorhaben Lückenindikationen durch die Bundesregierung. Die Finanzierung erfolgt nunmehr durch die Verbände.
31.04.2018 Ende des ersten Finanzierungszeitraums der EU Minor Use Coordination Facility durch die EU Kommission, Deutschland, Frankreich und Niederlande.
04.10.2017 2. Global Minor Use Priority Setting Workshop in Montreal, Kanada.
01.-03.10.2017 3. Global Minor Use Summit (GMUS III) in Montreal, Kanada.
01.08.2017 Start Projektphase 2 des Verbundvorhabens Lückenindikationen zwischen Bund und ZVG / DBV
31.07.2017 Ende des Modell- und Verbundvorhabens Lückenindikationen zwischen Bund und ZVG / DBV / JKI (Laufzeit war 4 Jahre).
18.05.2017 Neustart der EUMUDA unter der Leitung der EU Minor Use Coordination Facility.
28.-29.10.2015 Übergabe der EUMUDA and die EUMUCF in Paris
20.-22.09.2015 1. Global Minor Use Priority Setting Workshop in Chicago, USA
01.09.2015 Tätigkeitsaufnahme des Leiters der EU Coordination Facility Minor Uses Jeroen Meeussen
14.04.2015 Unterschrift der EU Kommission und der EPPO unter dem Vertrag zur Gründung der Coordination Facililty Minor Uses der EU
18.-19.11.2014 Sitzung der Länderreferenten für Pflanzenschutz in Bonn: Beschluss zur Gründung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Lückenindikationen (BLAG-LÜCK) mit Unterarbeitsgruppen (UAG).
15.10.2014 Onlineschaltung des Themenportals 'Pflanzenschutz in Sonderkulturen / Lückenindikationen' des JKI. Fertigstellung der Formatvorlage zur Entwicklung einer ‚Global Minor Use Needs List’ durch die Unterarbeitsgruppe Global Needs and Data Sharing Database der Steering Group Minor Uses der OECD.
September 2014 Beginn der Vorbereitungen zur Einrichtung eines Europäischen Sekretariats Lückenindikationen (Coordination Facility).
01.08.2014 Gründung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Lückenindikationen (BLAG-LÜCK).
Juli 2014 Entwicklung einer Formatvorlage zur Ermittlung von vorhandenen Versuchen zu Wirksamkeit und zu Rückständen in den Mitgliedstaaten in kleinen Kulturen und Bereitstellung durch die Commodity Expert Groups zur Einspeisung in die EUMUDA (Piaf-Modul) durch JKI und die Firma proPlant.
April-Oktober 2014 Beginn der Entwicklung einer ‘European Minor Use Needs List’ im Rahmen von: ERANet C-IPM: Work Package 3: Mapping and analysis of minor uses problems and possible IPM solutions. Abarbeitung Aufgabe 1: Publish a list of minor use problems (needs) without or in-sufficient (sustainable) solutions and identify where research is needed and scrutinize for problems sustainable solution can be developed in short-, mid- or long term approaches.
24.03.2014 Beginn der Entwicklung einer ‚Global Minor Use Needs List’ durch die Unterarbeitsgruppe Global Needs and Data Sharing Database der Steering Group Minor Uses der OECD.
Februar 2014 Die EU Kommission nimmt den Report über die Etablierung eines EU Fonds Minor Uses an.
01.01.2014 Inkrafttreten des Vertrags zum 7. Framework Program Integrated Pest Management ERANet C-IPM mit Work Package 3: Mapping and analysis of minor uses problems and possible IPM solutions.
04.10.2013 Fertigstellung der Internet-Schnittstelle für Piaf (finanziert durch die ECPA) und Einbindung in die EUMUDA.
September 2013 Gründung der EU Commodity Expert Group 'Seeds'
09.01.2013 Gründung der OECD Steering Group Minor Uses mit den Unterarbeitsgruppen: Global Needs and Data Sharing Database, Capacity Development und Communication.
01.08.2013 Start des Modellvorhabens Lückenindikationen zwischen Bund und ZVG / DBV / JKI über 4 Jahre.
14.-16.05.2013 Treffen von DLR Rheinpfalz und JKI mit der ECPA in Brüssel zur Vorstellung und Demonstrierung der EUMUDA. Vereinbarung eines Projekts zur Finanzierung einer Internetschnittstelle zwischen EUMUDA und Piaf und Einbindung von Piaf in die EUMUDA.
08.05.2013 Beratung der Leiter der Pflanzenschutzdienste und des AK-Lück in Kassel über die Zukunft und zukünftige Strukturen auf dem Gebiet der Lückenindikationen in Deutschland.
April-Mai 2013 Übernahme der Rückstandsversuche des AK-Lück aus der ‚DaRu‘-Datenbank in den zentralen Piaf-Server am JKI durch die Firma proPlant in Kooperation mit dem JKI.
27.09.2012 Gründung der EU Commodity Expert Group ‚Hops‘ in Hüll.
17.08.2012 Freischaltung der EUMUDA für das Editieren durch die Mitglieder der Europäischen Minor Uses Arbeitsgruppen.
20.-24.02.2012 2. Global Minor Use Summit (GMUS II) in Rom unter der Schirmherrschaft der OECD, FAO und dem USA IR-4 Programm.
08.11.2011 Bestätigung der EUMUDA als EU Minor Use Datenbank durch die Teilnehmer der Sitzung der EU Technical Working Group Minor Uses in Brüssel.
14.06.2011 1. Tag der Gültigkeit der neuen VO 1107/2009 mit auf EU-Ebene neuen, detaillierten und EU-weit gültigen Bestimmungen für Lückenindikationen (Artikel 51). Über die zonale Zulassung und gegenseitige Anerkennung von Zulassungen ergeben sich neue Möglichkeiten, Zulassungen für Lücken zu erwirken.
Juni 2011 Gründung der EU Commodity Expert Group 'Ornamentals'
April 2011 Fertigstellung der Zentralen Piaf-Servers beim JKI und Beginn der Lieferung von AK-Lück-Versuchen per Email aus Piaf heraus an die Zentrale Datenbank. Gründung der EU Commodity Expert Group 'Fresh Vegetables'
März 2011 Beginn der Entwicklung der Europäischen Minor Use Datenbank EUMUDA in Kooperation von DLR-Rheinpfalz und JKI.
Januar 2010 Gründung der EU Commodity Expert Group Minor Uses 'Small- and Stone Fruits' (entspricht dem deutschen UAK Obstbau auf EU-Ebene).
21.10.2009 Inkrafttreten der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates „Über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln“ in der Europäischen Union. Erstmalig wurden mit Art. 51 die Rahmenbedingungen für Lückenindikationen auf EU-Ebene einheitlich geregelt und die Einrichtung eines Fonds für Lückenindikationen wurde gesetzlich verankert.
März 2009 Übernahme der restlichen ‚DaWi‘-Versuche nach Piaf durch die Firma proPlant in Kooperation mit dem JKI.
Ende 2008 Übernahme der AK-Lück Versuche zur Wirksamkeit/Selektivität der Jahre 2000-2008 aus der Datenbank ‚DaWi‘ nach Piaf in einem IVA-finanziertem Projekt.
2008 Gründung der EU Commodity Expert Group 'Processed Vegetables'
03.-07.12.2007 1. Global Minor Use Summit (GMUS) in Rom unter der Schirmherrschaft der OECD, FAO und dem USA IR-4 Programm.
Juni 2007 Gründung der EU Commodity Expert Group 'Tobacco'
24.-26.10.2006 EPPO-Workshop Minor Uses in Berlin-Dahlem.
2006 Gründung der Expert Working Group Minor Uses der OECD (EGMU) (Vorsitz: Alan Norden, Australien) im Rahmen der ‚Working Group on Pesticides’.
2005 Gründung der Arbeitsgruppe ‘Processed Vegetables’ (initiiert als multilaterale Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Belgien und Spanien; entspricht inhaltlich teilweise dem deutschen UAK Gemüsebau auf EU-Ebene).
März 2003 Gründung der Technical Working Group Minor Uses der EU mit je einem Vertreter aus jedem Mitgliedstaat: Beginn der koordinierten Kooperation auf dem Gebiet der Lückenindikationen in der EU.
04.06.2002 Vorbereitungstreffen zur Gründung der Technical Working Group Minor Uses der EU in London.
2002 Einrichtung einer Steering Group Minor Uses der EU.
1.07.2001 Wirksamwerden der Indikationszulassung.
Anfang 2001 Das Lückenverfahren in Deutschland ist etabliert und funktioniert gut.
Mitte 2000 Beginn des Funktionierens des Lückenverfahrens entsprechend § 18 PflschG.
01.07.1998 Inkrafttreten des novellierten Pflanzenschutzgesetzes: Umsetzung der Richtlinie des Rates vom 15. Juli 1991 "Über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln" (91/414/EWG): Wechsel von der Vertriebs- zur Indikationszulassung.
Dezember 1996 Verbundvorhaben „Pflanzenschutz“ zur Schließung von ca. 200 Lücken bis spätestens 2001. (AK-LÜCK mit 16 Firmen, für 68 Pflanzenschutzmittel in 278 Anwendungsgebieten).
1994 Entwicklung eines Konzepts des Bundes und der Länder zur „Schließung von Bekämpfungslücken“ (BML, Länder, BBA).
11.03.1994 Veröffentlichung der ca. 900 Lückenindikationen und Bekämpfungslücken im Bundesanzeiger durch die BBA.
November 1993 Erste Sitzungen der Unterarbeitskreise des AK-LÜCK, Benennung von ca. 900 Lückenindikationen und Bekämpfungslücken.
22.09.1993 Gründung des Länderarbeitskreises Lückenindikationen (AK-LÜCK) mit Unterarbeitskreisen im Rahmen einer Amtsleitertagung in Braunschweig als Bindeglied zwischen Berufsstand, Behörden und Industrie.
27.-28.05.1993 Internationales Symposium zu Lückenindikationen in Berlin-Dahlem.
1991 nkrafttreten der Richtlinie 91/414/EWG. Gründung der AG Lückenindikationen beim BML, bestehend aus: Berufsstand, Industrie, BBA, UBA, BGA, BMU. Benennung von Beauftragten für Lückenindikationen bei Bund, Ländern, Verbänden, Industrie und BBA. Gründung der AG Lückenindikationen in der BBA.
1983 Begründung eines offiziellen Verfahrens Lückenindikationen zwischen der BBA und dem BGA und Veröffentlichung des „Verfahrens zur Prüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Fällen der Lückenindikation“.
1974 Aufnahme der Tätigkeit einer speziellen Arbeitsgruppe zur Bearbeitung von Lückenproblemen in der BBA und Einführung eines „Verfahrens zur Prüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Fällen der Lückenindikation“
1968 Einführung der obligatorischen Zulassung von Pflanzenschutzmitteln im Pflanzenschutzgesetz.